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Nr. 214 / Montag, 5. Juli 2004


100 Jahre Bayreuther Festspiele auf Schallplatte
Richard-Wagner-Museum zeigt zur Festspielzeit in
Haus Wahnfried die Sonderausstellung "Tonspuren"



BAYREUTH - Vor genau 100 Jahren wurden im Bayreuther Hotel "Sonne" die ersten Tonkonserven von Sängern der Bayreuther Festspiele hergestellt.

Das Richard-Wagner-Museum Bayreuth nimmt dieses runde Jubiläum zum Anlass, während der diesjährigen Festspielzeit unter dem Titel "Tonspuren - 100 Jahre Bayreuther Festspiele auf Schallplatte" in Haus Wahnfried die Geschichte der Musik Richard Wagners im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit nachzuzeichnen. Die Präsentation wird am 24.Juli offiziell eröffnet und kann dann bis Ende September besichtigt werden.

Dabei soll ein Überblick über die Geschichte der musikalischen Wagner-Interpretation ebenso wie über die technische Entwicklung der Aufzeichnungs- und Wiedergabegeräte gegeben werden - quasi von der Edison-Walze bis zum DVD-Player.

Am Beispiel technikgeschichtlich hochinteressanter Exponate werden nicht nur die verschiedenen Aufnahme- und Wiedergabeverfahren erläutert. Diese sind auch in zahlreichen historischen Tondokumenten für den Besucher unmittelbar zu erfahren. Dabei soll verdeutlicht werden, in welchem Maße die neuen Möglichkeiten zur Konservierung, Wiedergabe und Verbreitung von Ton und Stimme die Rezeptions- und Hörgewohnheiten verändert haben und wie die Entstehung eines massenhaften Tonträger-Marktes auch Einfluss auf die Produktionsbedingungen des Kunstbetriebes genommen hat.

Unter den Ausstellungsstücken fehlt ein historischer Edison-Phonograph ebenso wenig wie Berliners Grammophon mit dem legendären Hund Nipper ("His Masters Voice"), der "Volksempfänger" oder ein so genanntes Pathéphon, eine Abspielvorrichtung für die größte jemals hergestellte Schallplatte mit einem Durchmesser von 50 Zentimeter. Das vorläufige Ende der Geschichte der Tonaufzeichnungen markiert die Digitaltechnik, die ebenfalls in Pionier-Exponaten vertreten ist: dem ersten im Handel erhältlichen CD-Player sowie der ersten in Deutschland erhältlichen Klassik-CD, dem ersten CD-Discman für die Tasche oder dem ersten MP3-Player.
Unter den historischen Tondokumenten befindet sich auch das allererste überhaupt, nämlich der erste Sprachversuch von Thomas Alva Edison, ebenso wie die allererste Wagner-Aufnahme von 1890, ein Tondokument von Herman Winkelmann, dem ersten Bayreuther Sänger, dessen Stimme im Jahre 1900 aufgezeichnet wurde. Außerdem präsentiert die Ausstellung die erste Bayreuther Aufnahme mit Theodor Bertram aus dem Jahre 1904 sowie Aufnahmen aus den 20er-, 30er- und 50er Jahren, die den atemberaubenden Fortschritt der Aufnahmetechnologie demonstrieren.

Info:
Sonderausstellung "Tonspuren - 100 Jahre Bayreuther Festspiele auf Schallplatte";
Richard-Wagner-Museum Bayreuth, Haus Wahnfried;
zu sehen vom 24. Juli bis 30. September, täglich von 9 bis 17 Uhr,
dienstags und donnerstags von 9 bis 20 Uhr.

Bayreuth, den 5. Juli 2004
Stadt Bayreuth
Hauptamt - Pressestelle
(Oppold)
Pressebeauftragter

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